Unternehmen

         Leistungen

         Erdwärme

               Durchführung

               Technik

               Förderung

 

         Referenzen

         Kontakt

         Impressum

 

     

 

Die Umsetzung eines Erdwärmesondensystems
 

Planung
Die Dimensionierung einer Erdwärmesondenanlage richtet sich nach dem benötigten Wärmeenergiebedarf eines Gebäudes und dem geologischen Aufbau des Untergrunds. Daher wird für jedes Projekt auf Grundlage von geologischen Karten die spezifische geothermische Entzugsleistung bestimmt und anhand dieser die Bohrtiefe und die Anzahl der Bohrungen festgelegt.

Genehmigung
Da Erdwärmesondenbohrungen einen Eingriff in den Grundwasserhaushalt darstellen, müssen diese von der zuständigen Behörde (i. d. R. Untere Wasser-behörde) genehmigt werden. Bei Sondenanlagen über 100m Tiefe und grundstücksübergreifender Erdwärmegewinnung ist zudem das Bergrecht zu berücksichtigen.

Die Bohrarbeiten
Zur Einbringung der Sonden in den Untergrund werden die Bohrungen je nach Geologie mittels Spül- bzw. Imlochhammerbohrverfahren durchgeführt. Der Bohrlochdurchmesser beträgt i. d. R. zwischen 120 und 180mm. Anschließend wird der entstandene Hohlraum zwischen Sonde und Bohrlochwand mit einer Zement-Bentonit-Suspension von unten nach oben verfüllt. Der ausgehärtete Baustoff gewährleistet eine thermische Anbindung der Sonde an das umgebende Gestein und vermeidet ein Eindringen von Oberflächenwasser in vorhandene Grundwasserleiter. Des Weiteren wird verhindert, dass sich durchbohrte Grundwasserhorizonte untereinander beeinflussen.

       

Je nach Geologie und Platzverhältnis kommen Bohrgeräte unterschiedlicher Größe und Leistung zum Einsatz. Da die Geräte über eigenständige Gummikettenfahrwerke verfügen, sind sie flexibel einsetzbar und bieten neben der kompakten Bauweise ein Höchstmaß an Leistung, um Bohrungen auf die gewünschte Tiefe abzuteufen.


Anbindung
Die Anbindeleitungen von den Erdsonden zum Gebäude werden im frostsicheren Bereich von 1,20m Tiefe verlegt. Ab drei Bohrungen ist es für den hydraulischen Abgleich notwendig die einzelnen Sonden an einem Verteiler anzuschließen. Der Verteiler wird entweder in einem Lichtschacht an der Gebäudeaußenwand oder in einem Betonschacht installiert. Vom Verteiler aus werden zwei Leitungen für den Zu- und Rücklauf in das Gebäude verlegt. Innerhalb des Gebäudes werden zwei Kugelhähne zum Anschluss der Wärmepumpe an die Sondenanlage installiert. Anschließend wird die Anlage gefüllt und eine abschließende Druckprüfung durchgeführt. Sämtliche Arbeiten und Druckprüfungen werden in den Dokumentationsunterlagen protokolliert und sowohl dem Kunden, als auch der zuständigen Behörde zugesandt.